Gehbeläge auf Dächern und Tiefgaragendecken

Bei der Kombination von Gehbelägen mit Dachbegrünung sind nicht nur Drainage und Druckfestigkeit wichtig, sondern auch das Wasserrückhaltevermögen. Stabilodrain® SD 30, ein äußerst stabiles, hoch druckfestes Drainage-Element, das schnell und einfach zu verlegen ist, erfüllt alle Anforderungen und sorgt für dauerhafte Funktionalität. Es ermöglicht die Ableitung von Wasser (Diffusionslöcher nach unten) oder für die Drainage kombiniert mit Wasserspeicherung (Diffusionslöcher nach oben).

Systemaufbau

  • 1: Platten oder Pflasterbeläge
  • 2: Splittbettung, 3–5 cm;
  • 3: Schottertragschicht
  • 4: Systemfilter PV
  • 5: Stabilodrain® SD 30, verfüllt mit Splitt
  • 6: Isolierschutzmatte ISM 50
  • 7: ggf. zusätzlich Wurzelschutzbahn WSB 100-PO
Systemaufbau Gehbelag
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Bitte beachten Sie, dass eine exakte Zuordnung der Legende in dieser Druckdarstellung nicht für jeden Browser gewährleistet ist. Für präzisere Angaben empfehlen wir Ihnen die CAD-Grafiken im Planungsportal unter www.zinco.de/planungsportal.


Entwässerung

Wasserpfütze Im Gegensatz zu Dachbegrünungen, die den Wasserabfluss verzögern bzw. zurückhalten, muss bei Gehbelägen auf Dachflächen der grösste Anteil an Niederschlagswasser auf der Oberfläche abfliessen. Entwässerungspunkte müssen so geplant werden, dass sie eine Entwässerung auf zwei Ebenen erlauben: der Drainageebene und der Oberfläche. Der ZinCo Gesamtkatalog bietet die erforderlichen Systemaufbauten und Zubehörteile.


Materialien

Gehbeläge aus Holz Materialien für Tragschichten werden umfassend in der ZTVT Stb (herausgegeben von der Forschungsgesellschaft für Strassen- und Verkehrswesen) beschrieben. Für Schottertragschichten eignet sich ein Schotter der Körnung 0/45 besonders gut. Korngrösse und Kornverteilung dieses Materials bieten eine sehr gute Verdichtbarkeit und Standfestigkeit. Das Bettungsmaterial kann verschiedene Korngrössen haben, muss aber mit dem Verfugungsmaterial harmonieren, um ein „Herausspülen“ des Verfugungsmaterials zu verhindern. Grundsätzlich sind Brechsand-Sand-Gemische der Körnung 0/2 oder 0/4 geeignet, ebenso ein Brechsand-Splitt-Gemisch der Körnung 0/5. Für wasserdurchlässige Beläge eignen sich insbesondere Gemische mit Körnungen von 1/3 oder 2/5. Gerne erarbeitet die ZinCo Ingenieurwerkstatt Ihnen einen individuell passenden Aufbau.

Gefälle

Schild Gefälle Welches Gefälle sollte ein Gehbelag aufweisen und welches Gefälle muss ein Dach besitzen? Welches Gefälle ist für die Abdichtungsebene sinnvoll und welches in der Belagsebene? Die Flachdachrichtlinien ebenso wie die DIN 18195 geben für die Abdichtungsebene ein Mindestgefälle von 2 % vor, regeln jedoch auch den Fall, wie mit weniger Gefälle gebaut werden kann.

„Aufgestelzte Beläge“ können ohne Oberflächengefälle gebaut werden, da das Niederschlagswasser durch die Fugen abfliessen kann und somit kein stehendes Wasser zu befürchten ist. Beläge aus Beton bzw. Asphalt sollen mit einem Gefälle von mindestens 1,5 % ausgebildet werden. Pflasterbeläge sollten mindestens 2 % aufweisen. Wenn möglich, sollten die Flächen nicht zum Gebäude hin entwässert werden. Deshalb sollten diese Überlegungen bereits in die Rohbauplanung einfliessen.

Die Kombination von Gehbelägen mit Begrünung

Gehbelägen mit Begrünung Ist eine Kombination von Gehbelag und Begrünung gewünscht, ist neben der Drainageleistung und der Druckstabilität auch eine ausreichend hohe Wasserspeicherkapazität des Aufbaus gefordert. Mit Floradrain® FD 40-E als dem Herzstück des Aufbaus werden alle Anforderungen erfüllt, die eine dauerhafte Funktionssicherheit gewährleisten. Je nach Verlegeart hält es Wasser zurück oder lässt es durch. Bei Planung und Ausführung ist auf die Übergänge zwischen Gehbelag und Begrünung besonderes Augenmerk zu legen.