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Haus mit Haaren

Haus mit Haaren

Pressebericht der ZinCo AG vom 01.06.11

Schrägdachbegrünung
Dachbegrünung sorgt im Sommer wie im Winter für Temperaturausgleich.

Extensive Dachbegrünung
Bebautes Land wird der Natur zurückgegeben.

Dachbegrünung mit Gras
Dachbegrünungen sind in vielerlei Hinsicht von praktischem Nutzen.

Schub-Fix für Schrägdachbegrünungen
Gräsergarten als Erholungszone auf einer Tiefgaragendecke.

Schub-Fix für Schrägdachbegrünungen
Einem ausgetrockneten Bachbett nachempfunden: Gestaltung mit Stein

In Städten wie Basel, Zürich oder Bern wird vorgeschrieben, dass neue oder sanierte Flachdächer bepflanzt werden müssen. Was nach dem leidigen Buchstaben des Gesetzes klingt, ist eine Massnahme von höchst ökologischem und ästhetischem Wert, die sich auch bei Schräg- oder Steildächern realisieren lässt.

Pionierin auf diesem Gebiet ist die ZinCo AG Dachbegrünungssysteme, gegründet 1957 in Stuttgart. Die inzwischen auch im solothurnischen Härkingen domizilierte Firma installiert bewährte Systeme, die auf den Dächern gewerblicher oder privater Liegenschaften naturnahe (extensive) oder gepflegte (intensive) Bepflanzungen tragen.

Schützende Biosphäre

Extensive Begrünungen sind lebendige Schutzschichten mit ökologischer Funktion auf flachen bis sehr steilen Dächern. Damit kann man dem eigenen Haus eine vitale „Wuschelfrisur“ verpassen, insbesondere dann, wenn Gräser oder Wildstauden mit vor der Partie sind. Die eingesetzten Pflanzen sind frostbeständig, trockenheitsresistent, flachwurzelnd, pflegeleicht und kommen mit wenig Nährstoffen sowie extremen Standortbedingungen zurecht. Kurzum: Haben sie sich einmal etabliert, erhalten sie sich weitgehend selbst.

Die ZinCo bietet verschiedene Kombinationen extensiver Dachbegrünungen an. Zum Beispiel „Steinrosenflur“ mit einem guten Dutzend Wildblumen wie Karthäusernelken, Schleierkraut, Sonnenröschen, Seifenkraut oder Steinbrech, von denen einige bis zu 40 cm hoch werden. Oder „Sedumteppich“, die bunte Alternative, die dort infrage kommt, wo eine dichte und niedrige Vegetation die Blicke in die Höhe ziehen soll. „Kräuterflur“, „Blütenwiese“, „Lavendelheide
oder „Gräserdach“ sind weitere bewährte Gemeinschaften. Zur Pflege ist lediglich der unerwünschte Fremdwuchs zu entfernen, nach Bedarf zu düngen und an allfälligen Kahlstellen nachzupflanzen.

Saugfähiger Grund

Als Substrat verwendet ZinCo die eigene Entwicklung „Zincolit®“ aus recyceltem
Dachziegelsplitt, dem etwas Humus beigemischt wird. Die vorwiegend mineralischen Bestandteile saugen sich bei Niederschlägen voll und liefern über Kapillarität und Diffusion von unten her immer noch Feuchtigkeit nach, wenn die Oberfläche aufgrund der Verdunstung und des Verbrauchs der Pflanzen längst ausgetrocknet ist. Ist das Substrat gesättigt, gibt es das überschüssige Wasser ab, welches zur Traufe fliesst und von dort durch Dachrinnen hausabwärts geleitet wird.

Was aber hält die Erde an einem Pult-, Giebel- oder Walmdach fest? Dazu hat ZinCo die Wasserspeicher- und Drainageschicht „Floraset®“ entwickelt: Hartschaum-Elemente mit Noppen verzahnen sich mit der Erdschicht und verhindern, dass diese abrutscht. Bei flachen Dächern wird Floraset® umgekehrt verlegt, sodass die Noppen zu Mulden werden, viel Feuchtigkeit aufnehmen und stehendem Wasser entgegenwirken.

Stabile Erdschicht

Es gilt: Je steiler das Dach, desto geringer die Belastung für die Fläche und desto grösser für die Kante (Traufe). Nicht zu unterschätzen sind auch die Kräfte der Erosion, der Schneelast und des Substratfeuchtgewichts bei maximaler Sättigung. Letzteres beträgt bei einem Neigungswinkel von 25° mitsamt Pflanzen pro Quadratmeter 145 kg. Deshalb wird ab einer Steigung von 15° die Erdschicht zusätzlich mit einem Erosionsschutzgewebe aus grobmaschiger Jute stabilisiert. Und ab 20° werden zur Entlastung der Traufe Schubschwellen eingesetzt, damit sich das Gewicht aufteilt und statisch abbaut.

An Dachschrägen von über 35° kommen schliesslich „Georaster®“ zum Einsatz. Dies sind quadratische Hohlräume, die wabenartig aneinandergesteckt, an Kabeln befestigt, mit Substrat gefüllt und mit vorkultivierten Vegetationsmatten (analog Rollrasen) bedeckt werden.

Näher zu den Wolken

Intensive Begrünungen hingegen sind ganz normale Aufenthaltsorte im Freien – Pärklein oder Gärten – welche das Haus nicht umgeben, sondern den oberen Abschluss der Liegenschaft bilden. Es sind dies Räume unter freiem Himmel mit Flora, lauschigen Sitzgruppen, Gehwegen, Spielplätzen oder Biotopen, zu denen sich – da in luftigen Höhen gelegen – oftmals die schöne Aussicht gesellt. Weil an solch exponierten Lagen aufgrund von Wind und Hitze die Feuchtigkeit rasch verdunstet, macht es Sinn, so viel Niederschlagswasser wie möglich aufzuspeichern, um den Bewässerungsaufwand zu reduzieren.

Kern des ZinCo Systemaufbaus ist hier das Element „Floradrain®“ mit grossen Wasserspeichermulden und einem unterseitigen Kanalnetz, das überschüssiges Wasser zu den Dachläufen leitet. Zum anderen wird die Feuchtigkeitsretention mit dem Substrat „Zincoterre®“ erreicht, das zu gleichen Teilen aus Tonziegelsplitt und Humus besteht: Der mineralische Anteil ist extrem saugfähig, derweil die Erde den Bedürfnissen der hier ansässigen Gräser, Stauden, Sträucher oder Bäumchen nachkommt. Die Stärke der Substratschicht bewegt sich zwischen 15 und 100 cm und richtet sich nach den Ansprüchen der tiefsten Wurzel, etwa jener eines Kleingehölzes.

Intensive Begrünungen – auch befahrbare – sind in allen Variationen auch auf Decken von Tiefgaragen möglich. Freilich ziehen solche Gestaltungen einen hohen Pflegeaufwand nach sich. Doch das tun „normale“ Gärten ja auch.

Autorin: Livia Hofer, Redaktionsleiterin „Schweizer Garten“

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
ZinCo AG Dachbegrünungssysteme
Tel. 062 389 01 60
E-Mail: info@zinco.ch